Nachhaltige Beschaffung – jede Krise bietet eine Chance!

Inhalt 

Einkäufer:innen in Unternehmen ste­hen ger­ade vielle­icht vor der Her­aus­forderung ihres Lebens. Rohstoff­man­gel durch die Pan­demie und den Ukraine-Krieg in Kom­bi­na­tion mit teils ekla­tan­ten Preis­sprün­gen – eine schwierige Sit­u­a­tion. Starke Liefer­ket­ten mit langfristi­gen Part­ner­schaften zahlen sich jet­zt immer häu­figer aus. Eine nach­haltige Beschaf­fung mit starken Liefer­ket­ten gewin­nt durch das neue Liefer­ket­ten-Sorgfalt­spflicht­enge­setz in Deutsch­land, und per­spek­tivisch auch in der EU, nochmal deut­lich an Bedeutung.

Wie gelingt es Unternehmen aus der Krise eine Chance zu machen und eine nach­haltigere Beschaf­fung zu etablieren?

Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz: Wer ist betroffen?

Ziel des Liefer­ket­ten-Sorgfalt­spflicht­enge­set­zes ist die Ein­hal­tung von Men­schen­recht­en und Umweltvor­gaben in der Liefer­kette geset­zlich zu ver­ankern. Sind Sie betrof­fen? Und was ste­ht drin?

Betrof­fene Unternehmen mit Hauptver­wal­tung oder Sitz in Deutschland
  • ab 2023: > 3.000 Beschäftigten
  • ab 2024: > 1.000 Beschäftigten
Kern­punk­te
  • Unmit­tel­bare Sorgfalt­spflicht: Nach­weis über Ein­hal­tung men­schen­rechtlich­er Sorgfalt­spflicht­en in ihrem eige­nen Unternehmen und bei direk­ten Zulieferbetrieben
  • Mit­tel­bare Sorgfalt­spflicht: Unternehmen müssen nur tätig wer­den (Risiko­analyse, Präven­tiv- und Abhil­fe­maß­nah­men), wenn sie von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen bei indi­rek­ten Zuliefer­be­trieben Ken­nt­nis erhalten.
Über­sicht deutsches Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz

Per­spek­tivisch gese­hen, wird fast jedes Unternehmen direkt oder min­destens indi­rekt betrof­fen sein. Entwed­er, indem Ihre großen z.B. Han­del­skun­den die Pflicht­en an Sie als Her­steller oder Dien­stleis­ter weit­ergeben oder durch das Sorgfalt­spflicht­enge­setz auf EU-Ebene. Dieses ist aktuell in Erar­beitung sieht noch weit­erge­hende Verpflich­tun­gen vor:

Betrof­fene Unternehmen mit Hauptver­wal­tung oder Sitz in Deutschland
  • ab 2025: mit > 500 Beschäftigten + Net­to-Umsatz >150. Mio €
  • ab 2027: mit > 200 Beschäftigten + Net­to-Umsatz >40. Mio €
Kern­punk­teBet­rifft Unternehmen, deren Tochterge­sellschaften und Wertschöp­fungs­ket­ten (direkt und indi­rekt beste­hende Geschäftsbeziehungen):
  • Sorgfalt­spflicht muss Bestandteil der Unternehmen­spoli­tik sein
  • Ver­hin­derung / Abschwächung poten­zieller Auswirkungen
  • Abstellen / Min­imieren von tat­säch­lichen Auswirkungen
  • Kon­trolle der Wirk­samkeit der Strate­gien und Maßnahmen
  • Öffentliche Kom­mu­nika­tion über die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht
Über­sicht EU-Sorgfaltspflichtengesetz

Wie geling die Umsetzung in Unternehmen?

5 Schritte sind zur vol­lum­fänglichen Erfül­lung der Liefer­ket­ten-Sorgfalt­splicht nötig:

Fünf Schritte zur Erfül­lung der Lieferkettensorgfaltspflicht

Wie berücksichtigt fjol-digital eine nachhaltige Beschaffung?

Mit unser­er Soft­warelö­sung ver­ste­hen wir Nach­haltigkeit­skri­te­rien als inte­gri­erten Bestandteil in Ihrem Beschaffungswesen:

Quelle: ZNU (2022)

Zen­trales Ele­ment und Aus­gangspunkt ein­er nach­halti­gen Beschaf­fung ist die Risiko-Analyse. Denn: Sie kön­nen als Unternehmen nicht alle ihre Zuliefer­be­triebe mit gle­ich­er Inten­sität bear­beit­en. Ein Handw­erk­sun­ternehmen, was eine Bauleis­tung am Stan­dort durch­führt ist weniger rel­e­vant in Sachen Nach­haltigkeit als ihr wichtig­ster Rohstof­fliefer­ant. Wo liegen in Ihrem Unternehmen die Nach­haltigkeits-Hot Spots?

Pro­duk­tscreen­ing in fjol-digital

Mit dem Pro­dukt-Screen­ing analysieren sie soft­waregestützt soge­nan­nte Hot- und Sweet Spots ent­lang ihrer Wertschöp­fungs­kette unter allen rel­e­van­ten ökol­o­gis­chen, wirtschaftlichen und sozialen Nach­haltigkeits­gesicht­spunk­ten.  Dieses prax­is­be­währte Vorge­hen sichert, dass Sie sowohl Umweltaspek­te als auch Men­schen­recht­s­the­men betrachten.

Prag­ma­tisch fan­gen Sie beispiel­sweise mit Ihren 3 Top-Waren­grup­pen an. Die anschließende Pri­or­isierung hil­ft Ihnen, sich auf die Kern­her­aus­forderun­gen zu konzen­tri­eren. Gle­ichzeit­ig doku­men­tieren Sie auch alle Ihre Wet­tbe­werb­svorteile und pos­i­tiv­en Nach­haltigkeit­saspek­te. Die Ergeb­nisse fließen direkt in Ihre Ziel- und Maß­nah­men­pla­nung ein. Schritt 4 kön­nen sie zukün­ftig eben­so über unsere Soft­ware abdeck­en, indem Sie das neue Report­ing-Tool in fjol-digi­tal zur Kom­mu­nika­tion nutzen.

Sie möchten die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen Ihres Unternehmens systematisch und smart identifizieren und dabei Unübersichtlichkeit und Komplexität vermeiden? Mit unserem digitalen Nachhaltigkeitscoach bewahren Sie stets den Überblick. Wir informieren Sie gern persönlich.

Sophie Wollny
Sales
+49 (0)174 - 243 48 73
sophie.wollny@fjol-digital.de

Scroll to Top